Die Marktredwitzer Tafel e.V.
         Die Marktredwitzer Tafel e.V.

Aktuelle Presseberichte zur Arbeit der Marktredwitzer Tafel e.V.

Frankenpost, 21.Mai 2019

Frankenpost, 15.Dezember 2018

Kinder beschenken Kinder

Am zweiten Advent hat die Kirchengemeinde Sankt Sebastian in Waldershof einen Familiengottesdienst unter dem Motto „Was uns der Adventskranz sagen will“ gefeiert. Dazu haben alle kleinen Gottesdienstbesucher ein Geschenk für ein anderes bedürftiges Kind eingepackt und mitgebracht. Insgesamt sind 50 Geschenke zusammengekommen, die von der Marktredwitzer Tafel verteilt werden. Das Familiengottesdienstteam gab die Päckchen bei Else Richter ab und hofft, damit vielen Kindern eine Freude zu Weihnachten bereiten zu können. Unser Foto zeigt Bärbel Burger vom Familiengottesdienstteam Waldershof mit ihren beiden Kindern Theresa und Xaver, Ingrid Burger vom Familiengottesdienstteam und Else Richter von der Tafel (von links). Foto: pr.

Frankenpost, 10.Dezember 2018

Lions spenden 300 Stollen an Bedürftige

Einen ganzen Kofferraum und eine komplette Rückbank voll Kisten haben Mitglieder des Lions Clubs Marktredwitz der Tafel geliefert. 300 Stollen waren in den Kisten. Else und Edgar Richter, Leiter der Marktredwitzer Tafel, freuten sich über die Spende. In diesem Jahr sind es sogar 50 Stollen mehr als im vergangenen Jahr. Stolz zeigt Else Richter die gut gefüllten Regale. Gerade in der Adventszeit liegt es ihr am Herzen, dass jedes Kind zum Nikolaus Schokolade bekommt und die bedürftigen Frauen und Männer eine Kleinigkeit zur Hautpflege zum Beispiel. In der kommenden Woche verteilt die Tafel dann die gespendeten Stollen, Kaffee und Süßigkeiten. Bei der Übergabe freuten sich über die Spende des Lions Clubs (von links): Matthias Pausch, Hannes Müssel, beide vom Lions Club, Dr. Hans-Frieder Roblick von der Tafel, Vizepräsident der Lions, Gerald Vornberger, und Else Richter.

 

Text und Foto: Magdalena Dziajlo

 

Frankenpost, 03. Januar 2018

Retten Lebensmittel und bescheren Hilfsbedürftigen damit ein gutes Essen: Ehrenamtliche der Tafel Marktredwitz um Vorsitzende Elsa Richter (vorne Mitte).

 

Die Bedürftigen vor der eigenen Haustür
Von Gertud Pechmann
Im Fichtelgebirge gibt es weniger Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger als noch vor einigen Jahren. Dennoch sind in der Region etliche Menschen auf Hilfe angewiesen.


Landkreis Wunsiedel - Donnerstagmittag bildet sich in der Franz-Schubert-Straße in Marktredwitz vor dem Haus mit der Nummer 18 regelmäßig eine lange Schlange. Alte und junge Menschen, Männer und Frauen stehen dann geduldig an, um bei der Marktredwitzer Tafel günstig Lebensmittel abzuholen. Die ehemalige Metzgerei wirkt wie ein gut sortierter Tante-Emma-Laden: Da gibt es eine Theke mit frischem Obst und Gemüse, Wurst, Käse, Milchprodukte, Eier und Backwaren, Regale voller Konserven, Nudeln und Reis, Süßigkeiten und Hygieneartikeln. Ehrenamtliche Helfer verteilen hier Lebensmittel an die Kunden, die Supermärkte oder Fabriken nicht mehr verkaufen. Auch Serviceclubs und Pfarreien oder Kirchengemeinden tragen mit ihren Spenden dazu bei, Menschen, die wenig Geld haben, das Leben zu erleichtern. „Wir danken unseren Spendern sehr herzlich, denn ohne sie wäre unsere Hilfe nicht möglich“, sagt Elsa Richter, die Gründerin der  Marktredwitzer Tafel. Sie kennt viele Schicksale, die Menschen zur Tafel kommen lässt. Da gibt es Ehepaare, die mit einer minimalen Rente über die Runden kommen müssen, Alleinstehende, die chronisch krank sind und deshalb nicht arbeiten können, Flüchtlinge, Alleinerziehende sowie Grundsicherungs- und Hartz IV Empfänger. Während die Zahl der Flüchtlinge als Tafel-Kunden in Marktredwitz und Wunsiedel zunimmt, verringert sich die Zahl der einheimischen Abnehmer. „Ich kann nur hoffen, dass viele von ihnen in Lohn und Brot gekommen sind“, sagt Peter Finsel, der die Tafel in Wunsiedel leitet. In Arzberg ist die Tendenz nicht ganz so ausgeprägt. „Zu uns kommen etwa 60 Prozent Deutsche und 40 Prozent Flüchtlinge“, sagt Alexander Wagner von der Tafel in Arzberg. Aber egal, ob Einheimische oder Menschen mit Migrationshintergrund: „Zur Tafel gehen Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen würden“, sagt Sibylle Pruchnow von der Tafel Selb. Sie will mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit erreichen, „dass diese Menschen etwas besser leben können als ohne Tafel“. Tatsächlich freuen sich viele Kunden über das Angebot ihrer örtlichen Tafel, weil diese ihnen manche gute Mahlzeit beschert. Und Raum für Gespräche bietet. „Viele Rentner sind ganz arm dran“, weiß Elsa Richter von der Tafel Marktredwitz. „Das ist besonders für diejenigen bitter, die ihr Leben lang gearbeitet haben und jetzt merken, dass ihre Altersbezüge nicht ausreichen.“ Sie glaubt nicht, dass den Tafeln in Zukunft die Kunden ausgehen werden. Elsa Richter beschreibt eine scheinbar widersprüchliche Situation: Denn obwohl die Wirtschaft floriert und in Bayern praktisch Vollbeschäftigung herrscht, gibt es Menschen, die auf staatliche oder ehrenamtliche Hilfe angewiesen sind. Die Mitarbeiter der Tafeln in Marktredwitz, Wunsiedel, Arzberg und Selb haben gut zu tun - ebenso wie das Jobcenter Fichtelgebirge. 22 Arbeitsvermittler kümmern sich an den Standorten Marktredwitz und Selb um Menschen ohne Arbeitsstelle. Die Situation ist vergleichsweise gut. So hat sich die Zahl der erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen in den vergangenen zwölf Jahren von 4467 im Jahr 2006 auf 2947 im Jahr 2017 verringert, die Zahl der Langzeitarbeitslosen im selben Zeitraum praktisch halbiert. Die Zahl der Familien, die Hartz IV erhalten, ist von 3324 auf 2180 zurückgegangen. Die verbleibenden Leistungsempfänger aber sind schwer zu vermitteln. „Momentan betreuen wir Menschen, die große Mühe erfordern“, erklärt Jobcenter-Geschäftsführer Hans Plank. „Viele von ihnen müssen erst wieder an ein normales Erwerbsleben herangeführt werden, bevor sie eine Arbeit aufnehmen können.“ Als „Kunden mit vielfachen Problemlagen“ gelten Menschen, die keine schulische oder berufliche Qualifikation haben, deren Leistungsfähigkeit aufgrund von Krankheiten eingeschränkt ist sowie Alleinerziehende. Und solche, die kein Auto haben – denn Mobilität ist im ländlichen Raum Trumpf. Auch Flüchtlinge verlangen nach einer speziellen Betreuung. Sie müssen erst Deutsch lernen, bevor sie eine Arbeit aufnehmen können. Bei den unter 25-iährigen Leistungsbeziehern sind nicht wenige drogenabhängig, notiert das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm des Jobcenters. Dennoch ist Hans Plank optimistisch gestimmt: „Mit der Region geht es aufwärts", ist er überzeugt. Im Jahr 2017 hat das Jobcenter 737 Personen in Arbeit vermittelt – das sind so viele wie nie zuvor. Oft stellen Zeitarbeitsfirmen sie ein oder sie sind in Gaststätten und Hotels oder auch im Baugewerbe tätig. Bleiben noch knapp 3000 Menschen, für die Plank dasselbe anstrebt. Für das Jahr 2018 verfolgt der Jobcenter-Geschäftsführer mit seiner Einrichtung große Ziele: Langzeitarbeitslose sollen in Lohn und Brot gebracht, “Hartz-IV-Karrieren“ vermieden werden. Über 700 anerkannte Flüchtlinge will Plank auf dem Arbeitsmarkt in der Region integrieren“. Und den Anstoß dafür geben, dass Minijobs in sozialversicherungspflichtige Stellen umgewandelt werden. Es gibt also viel zu tun. Die Tafeln suchen derzeit übrigens weitere ehrenamtliche Mitarbeiter.

Frankenpost, 18.12.2017

Ein Herz für ärmere Kinder

Weihnachtsgeschenke für Kinder aus ärmeren Familien hatte es beim letzten Familiengottesdienst der Pfarrgemeinde Sankt Sebastian in Waldershof gegeben. Er war unter dem Motto gestanden „Sterne leuchten dir den Weg“. Die Kinder hatten in die Messe Geschenke für andere Mädchen und Jungen mitgebracht, deren Eltern nicht so viel Geld haben. 44 Päckchen hatte das Familiengottesdienstteam am vergangenen Mittwoch bei der Marktredwitzer Tafel abgegeben. Deren Vorsitzenden Elsa Richter und ihr Team hat sie an die Kinder übergeben. Die Weihnachtspäckchen-Aktion wird seit mehreren Jahren vom Familiengottesdienstteam und der Tafel in Marktredwitz getragen. Im Bild von links Elsa Richter bei der Übergabe der Päckchen durch Claudia Härtl und Ingrid Burger. Foto: prv.

Frankenpost, 14.12.2016

Bescherung bei der Tafel

Bericht von Peggy Biczysko

 

Zu Weihnachten gibt es für die Kleinen Plüschtiere, Puppen und Bauklötze. Die Erwachsenen werden mit Stollen und Kaffee beschenkt. Die Einrich­tung versorgt 120 Kinder.

 

Marktredwitz - Wo sich sonst Kon­servendosen und Gläser mit Bohnen, Spargel, Gürkchen, Karotten oder Sellerie stapeln, spitzen aus großen Kartons neugierige Augen von Plüschhunden heraus. Gleich dane­ben schlummert eine Puppe in einer Tragetasche, dahinter türmen sich bunte Bauklötzchen neben kleinen Puppenstuben auf. In der Marktred­witzer Tafel weihnachtet es. “Wir versorgen momentan 120 Kinder”, erzählt Vorsitzende Elsa Richter. “Und die möchten wir zum Fest auch mit Spielsachen und anderen schönen Dingen überraschen.”

Zum Teil ist das Spielzeug nagel­neu, zumindest aber bestens, erhal­ten. “Das sind Spenden von verschie­denen Leuten, die uns unter die Ar­me greifen, damit die Jungen und Mädchen auch eine schöne Besche­rung erleben können”, sagt Richter im Gespräch mit der Frankenpost. Seit fast zehn Jahren dreht sich bei der Rentnerin und ihrem Mann Ed­gar alles um die Tafel, gehen Woche für Woche unzählige Stunden drauf, um ehrenamtlich für rund 550 Bedürftige da zu sein, denen es nicht so gut geht wie den Richters. Insgesamt sind es 31 Mitarbeiter, die sich in den Dienst der guten Sache stellen, 20 von ihnen sind Frauen.

Ja, wir könnten durchaus ein paar mehr Männer brauchen, die uns tat­kräftig unterstützen”, sagt die 70-Jährige. Das Ehrenamt ist für viele leider nicht sehr attraktiv, aber es kommt auch so viel von den Menschen zurück, die dankbar sind, dass wir ihnen helfen. Dabei denkt Elsa Richter an die Augen der kleinen Syrerin, die ihr ein Küsschen auf die Wange haucht, wenn sie mit ihren Eltern und vollen Tüten den Laden in Oberredwitz verlässt. Oder die gebrechlichen Frauen, die von ihrer Rente allein nicht leben können und auf die Hilfe der Tafel angewiesen sind, um satt zu werden.

Die Frauen und Männer, die ihr ein­mal die Woche ihr Leid klagen oder die sich einfach nur darüber freuen, mit jemandem ein paar Worte wechseln zu können.

Mit der Ankunft der Flüchtlinge ist auch die Zahl der Bedürftigen gestiegen, die jede Woche zur Tafel gehen, weil es sonst hinten und vorne nicht langt, um über die Runden zu kommen.

„Von den 550 Men­schen, die wir in 200 Bedarfsge­meinschaften versorgen, sind fast 200 Flüchtlinge. Angefangen haben wir vor knapp zehn Jahren mit 60 Bedürftigen”, erinnert sich die Vorsitzende. Und es sei immer schwieriger, an Ware zu kommen. Daher sind wir unendlich dankbar, dass wir einige Sponsoren haben, die uns auch finanziell unter die Arme greifen, damit wir Miete, Sprit und Heizung zahlen und hin und wieder Dinge zukaufen können, die wir sonst nicht kriegen.”

Um die Tafel Woche für Woche or­dentlich zu bestücken, sind Elsa und Edgar Richter sowie einige Helfer kilometerweit auf Achse. Ob bei Re­we in Neusorg, Siemens in Kemnath, Bahlsen in Neunburg vorm Wald oder Edeka in Lorenzreuth – “wir sind froh, dass wir hier regelmäßig mit Ware versorgt werden”. Aber auch großzügige Privatspender, die lieber anonym blieben, sorgten da­für, dass die Tafel in Marktredwitz am Laufen bleibt.

Vor Weihnachten haben die Eh­renamtlichen noch einmal alle Hän­de voll zu tun, zumal es mehr Spen­der gibt. “Wir haben da eine Frau, die hat 25 Paar Socken für Kinder und Babys gestrickt”, freut sich Elsa Rich­ter über so viel Engagement. „Dann haben wir ja Stollen bekommen und Kaffee, das sind unsere Weihnachts­geschenke für die Erwachsenen.” Eine große Hilfe sei die Unterstüt­zung des Rewe-Marktes in Neusorg gewesen, wo die Mitarbeiter 86 Tü­ten mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln für die Tafel gepackt hätten, um diese zu spenden.

Auch die beiden großen Bäcker Kutzer und Brunner versorgten die Marktredwitzer Tafel mit Brot und Gebäck, “außerdem kriegen wir kistenweise frisches Obst und Gemüse”.

Die Vorsitzende ist begeistert von der Schuhschachtel-Aktion des katholischen Familiengottesdienstes in Waldershof. “Da haben wir 60 Weihnachtspäckchen bekommen, die Kinder mit Spielzeug gefüllt haben. Wir ergänzen das mit Apfelsinen, Lebkuchen und Schokolade,” Diese Geschenke gibt es dann in der kom­menden Woche für die kleinsten Ta­fel-Kunden zur Bescherung.

 

Helfen und retten

Die mehr als 900 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln überschüssige Lebensmittel von Herstellern und Händlern und ver­teilen diese regelmäßig an bis zu 1,5 Millionen bedürftige Men­schen in der Bundesrepublik. Damit schaffen sie eine Brücke zwi­schen Überfluss und Mangel. Mit fast 60 000 Menschen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind diese Einrichtunen eine der größten sozialen Bewegungen in Deutschland. Die Ehrenamtlichen setzen sich ein, um Menschen zu helfen und Lebensmittel zu retten.

 

Öffnungszeiten

Die Marktredwitzer Tafel ist jeden Donnerstag von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Beim Erstbesuch müssen Kunden Folgendes mitbringen: einen Bescheid über Arbeitslosengeld II, den Bescheid über Hartz 4 oder über Grundsicherung, einen Ren­tenbescheid oder den Nachweis über andere Einkommen.

Tafel-Vorsitzende Elsa Richter hat für bedürftige Kinder auch einige Weihnachtsüberraschungen, wie beispielsweise diesen Plüschhund, der an der Leine gehen und auch bellen kann.

Foto: zys

Frankenpost, 22.04.2016

Frankenpost, 09.12.2015

300 Stollen für die Tafel

Alle Jahre wieder zeigt der Lions Club Marktredwitz-Fichtelgebir­ge in der Vorweihnachtszeit ein Herz für bedürftige Menschen. Nun hat eine Abordnung der Marktredwitzer Tafel etwa 300 Weihnachtsstolten überreicht. Dafür bedankten sich die Mitarbeiter der Tafel. Dr. Klaus Maier teilte dabei mit, dass der Lions Club bereits die Tafeln in Selb, Arzberg und Wunsiedel mit Stol­len bedachte. Unser Foto zeigt (von links): die Vertreter des Li­ons Clubs mit Dr. Klaus Maier, Dr. Hans-Frieder Roblick, Uwe Heidel, den Präsidenten des Lions Clubs, Bernd Drechset, Hannes Müssel und Gerald Vornber­ger. Im Vordergrund sind die Mitarbeiterinnen der Tafel, Elsa Richter und Gretl Stübiger, zu sehen

Text und Foto: Günter Rasp

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